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ASYL

Deutschland ist eine Festung, die Mauern werden immer dicker und höher.  Trotzdem riskieren jedes Jahr Zehntausende Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Somalia oder Afghanistan ihr Leben, um hierher zu kommen. Fast alle scheitern an den deutschen Behörden. 20 Jahre nachdem der Bundestag  das Recht auf Asyl in Deutschland massiv beschnitten hat, macht sich dieses ifp-Dossier auf die Suche. Wir trafen Menschen, die versuchen, hier anzukommen, und solche, die ihnen dabei helfen. Wir trafen Gesetzeshüter, die Teil des Abschiebesystems sind und solche, die gegen dieses System kämpfen.

Schwarz ist die Hoffnung

Zwischen Schleppern und Bürgerkrieg: Raphael aus Syrien lebt seit drei Jahren in Deutschland, seine Familie ist zerrissen. Alle seine Anstrengungen sie zu sich zu holen, scheitern an den Behörden. Seine letzte Hoffnung ist illegal – und lebensgefährlich. Von Benedikt Becker, Katharina Gelhaus und Kathrin Wiewe

Ein bisschen Heimat

Heimelig? Von wegen. Deutschland will kein Land für Asylbewerber sein. Für die Politik und für die Gesellschaft sind Asylsuchende ein Problem. Im Kleinen aber, mitten in der bayerischen Provinz, gibt es Asyl. Warum? Auf Spurensuche im Altmühltal. Von Theresa Leisgang, Lucas Radermacher, Anne Wecking und Benedikt Winkel

Auf der anderen Seite

Auf der einen Seite stehen Asylbewerber. Sie haben bewegende Geschichten zu erzählen. Auf der anderen Seite steht ein System, das keine Flüchtlinge will. Und Menschen, die einen anderen Blickwinkel haben. Eine Polizistin, ein Beamter der Ausländerbehörde und der Leiter einer Härtefallkomission erzählen. Von Pia Dyckmans, Maria Engel und Elisabeth Muche

Hamids Weg

Die Geschichte von Hamid ist erfunden. So wie in Europa jeden Tag Geschichten erfunden, Pässe gefälscht und Identitäten verschleiert werden. Seine Reise ist gefährlicher als sein Leben in Afghanistan. Wenn Hamid es schafft, scheitert er an der Festung Europa? Der Weg ins deutsche Asyl. Von André Cloppenburg und Andreas Spengler

Fakten gegen Vorurteile

Asylbewerber sind zu teuer. Es kommen immer mehr. Und alle wollen zu uns! Solche Vorurteile sind in den deutschen Köpfen verankert. Das zeigen Studien, einseitige Presseartikel und Auftritte unseres Innenministers. Schluss damit: Jetzt kommen die Fakten. Von Benedikt Peters und Thomas Gröbner

Unsere Angst vor den Fremden

Fremdenfeindlichkeit ist ein Reflex, um uns selbst zu schützen. Das zeigen psychologische Experimente. Wir sind alle Rassisten – ohne es zu wissen. Von Elisabeth Muche

Gestrandet am Bürgersteig

Münchens Lampedusa ist ein aschfarbener Plattenbau. Hier entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge jeden Tag über die Zukunft von Asylsuchenden. Vor der Anhörung drinnen kommt das Warten draußen. Beobachtungen vor einem Schicksalsort. Von Maria Engel und Philipp Kurbel

Mit dem Zweiten auf der Flucht

Peinlich oder pädagogisch wertvoll? ZDF-Neo macht aus Flüchtlingsdramen eine Dokusoap. Nach der Premiere hagelt es heftige Kritik, doch auch Befürworter formieren sich. Soll „Auf der Flucht“ abgesetzt werden? Ja, sagt Pia Dyckmans. Benedikt Peters sagt Nein.

Keine Kompromisse

In Deutschland bitten im Moment so viele Menschen um Asyl wie seit Ende der Neunzigerjahre nicht mehr. Innenminister Friedrich spricht von alarmierenden Zahlen. Der Ton der Debatte weckt Erinnerungen. 20 Jahre nach dem Asylkompromiss stellt sich die Frage: Geht es nicht anders? Wir finden: ja. Von Katharina Gelhaus und Benedikt Becker

Die Autoren

Drei Jahre studienbegleitende Journalistenausbildung – damit ist jetzt Schluss! Wir sind die Stipendiaten des ifp-Jahrgangs 2011. Auf den letzten Metern haben wir hier noch einmal alles gegeben. Hier stellen wir uns vor.